Die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die Entwicklung eigener Fähigkeiten und insbesondere die berufliche Integration gehen im Laufe der Suchtentwicklung zunehmend verloren. Durch qualifizierte Betreuung und Anleitung sollen abstinenzwillige Suchtkranke berufliche Förderung erfahren. Die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und deren Angehörige (kurz PSBS) hat gemeinsam mit dem Träger FAA Merkers, ein Arbeitsprojekt zur beruflichen Integration von Suchtkranken im Auftrag des Landratsamtes des Wartburgkreises geschaffen.
Wie kommt man in das Arbeitsprojekt? Klienten der PSBS, die in regelmäßiger Betreuung und weitestgehend abstinenzfähig sind, können aufgenommen werden. Zusätzlich müssen die Klienten Arbeitslosengeld-II-Empfänger sein, da die Arbeitsplätze von der Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung (ARGE) des Wartburgkreises gefördert werden. Die Förderung ist abhängig von den entsprechenden Richtlinien der ARGE. Die Vorplanung des Arbeitseinsatzes erfolgt durch die PSBS. Der Arbeitsträger ist die FAA Merkers.
Welche Arbeiten sollen im Arbeitsprojekt ausgeführt werden? Je nach den körperlichen Fähig- und Fertigkeiten erfolgt der Einsatz der Beschäftigten. Es gibt folgende Beschäftigungen: a) Metallarbeiten b) Recyclingarbeiten c) Schleifarbeiten für die Fahrzeugindustrie d) Holzarbeiten e) Landschaftspflege
Arbeitszeit und Arbeitsort Die Arbeitszeit ist Montag bis Freitag üblicherweise für 30 Stunden pro Woche bei Beschäftigten mit Mehraufwandsentschädigung (1-€-Job).
Gibt es einen Ansprechpartner für mich bei Problemen? Vor Ort im Arbeitsprojekt ist ein Anleiter für alle dort tätigen Suchtkranken zuständig. Er hat ausreichend Erfahrungen mit suchtspezifischen, aber auch alltäglichen Problemen. Der Anleiter ist Mitarbeiter der PSBS. Zusätzlich sind die Diplom-Sozialarbeiter der PSBS als Ansprechpartner für Sie da.